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Februar 2007 - Kurier - "Keinen Schock verursachen"
Tipps –Mehr als 1000 Trennungsgespräche hat Karl Zemann, Inhaber der der LGS Personalberatung in seinem
Geschäftsleben bereits geführt. Er gibt Tipps für Manager, die es tun müssen:
KURIER: Sich von Mitarbeitern zu trennen ist schwierig.Wie gehen Sie mit diesen Situationen um?
Karl Zemann: Mir ist wichtig, dass der Mensch nicht zu kurz kommt. Es trifft den Einzelnen oft unerwartet, daher ist
es Aufgabe des Chefs, keinen Schock zu verursachen.
Die Veränderung sollte mildernd mit Worten, aber auch mit Vorschlägen übermittelt werden. Die Botschaft soll lauten:
Trennung ist auch eine Chance zur Veränderung.
Worin liegen die größten Schwierigkeiten bei Trennungsgesprächen?
Darin, dass der Betroffene unter Schock steht und irgendwann nicht mehr zuhört. Es braucht Einfühlungsvermögen –
trotz des harten Schrittes.
Wie bereiten Sie sich persönlich auf ein Trennungsgespräch vor?
Ich informiere mich über die gesetzlichen Parameter, etwa Kündigungszeit, Kündigungsschutz, Abfertigungs- oder
Urlaubsansprüche. Meist berechne ich die Ansprüche aus der Beendigung und überlege mir eine freiwillige Zahlung.
Dann erkundige ich mich über die persönlichen Leistungen des Mitarbeiters in seiner Dienstzeit, um die Leistungen
entsprechend würdigen zu können.
Was raten Sie Personalverantwortlichen in einem Kündigungsgespräch?
Ein ruhiges und sachliches Klima, um zielorientiert den Lösungsvorschlag zu besprechen. Der Mitarbeiter sollte über
sozialrechtliche Ansprüche informiert werden. Am wichtigsten: benennen Sie die Chance der Veränderung für
den Mitarbeiter präzise.
Interview: Sandra Baierl
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